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Allgemeines

Allgemeines

Die Photovoltaikanlage, auch PV-Anlage genannt, ist eine Solarstromanlage, in der mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

Generell gilt, dass für die Nutzung von Photovoltaik eigentlich überall in unseren Breiten genug Sonneneinstrahlung herrscht. Fällt Licht, egal wie viel, auf die Solarzellen, entsteht Strom. Solaranlagen nutzen sowohl die direkte als auch die diffuse Sonneneinstrahlung zur Umwandlung in elektrische Energie. Deshalb funktioniert eine Solaranlage selbst an Tagen mit bedecktem Himmel.

Neben dem Umweltgedanken spielt für die Entscheidung für eine PV-Anlage vorallem deren Wirtschaftlichkeit ein wesentlicher Faktor dar. Die Lebensdauer einer PV-Anlage liegt – je nach Hersteller - bei bis zu garantierten 30 Jahren und darüber hinaus. Professionelle Wirtschaftlichkeitsanalysen zeigen ganz klar, dass mit der Investition in ein Photovoltaikanlage ohne weiteres eine Rendite von bis zu sechs Prozent erzielt werden kann. Hierbei haben nachfolgende Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf den Ertrag einer Photovoltaik-Anlage:

  • Modulart und Qualität
  • Ausrichtung und Dachneigung sowie Verschattung
  • Sonneneinstrahlung am geplanten Standort der Anlage sowie der
  • Wechselrichter.

Nicht zuletzt muss hier auch der Faktor Eigenverbrauch berücksichtigt werden.


Rahmenbedingungen und deren Einflussfaktoren

Rahmenbedingungen und deren Einflussfaktoren

Wesentlichen Einfluss auf die jährliche anfallende Sonnen­einstrahlungs­menge und somit auf den erzeugten „Sonnenstrom“ haben dabei neben der geographischen Lage vor allem die Rahmen­bedingungen des Objektes.

Hier spielen die Ausrichtung der Dachfläche, die Dachneigung (welche verantwortlich ist für den Einfallswinkel der Sonnenstrahlen) sowie mögliche Störfaktoren (Beschattung durch Bäume, Kamine usw.) eine wesentliche Rolle. Daher ist bereits in der Planungsphase bei der Platzierung der PV-Anlage bzw. durch entsprechende Anordnung der PV-Module darauf zu achten, dass Verschattung oder Teilverschattung der PV-Module soweit wie möglich eliminiert werden, da dies zu wesentlichen Einbußen beim Stromertrag führen kann.

Sollte eine Teilverschattung nicht zu vermeiden sein, kann durch eine intelligente Verschaltung der Module der Ertragsverlust der Gesamtanlage minimiert wird. Dazu sollten die PV-Module über eigenständige Modulstränge mit dem Wechselrichter verbunden werden. Der Wechselrichter selbst - welcher die Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom vornimmt - sollte in kühlen, geschützten, gut zugänglichen Bereichen angebracht werden. Auch der Faktor Sauberkeit der PV-Module hat wesentlichen Einfluss auf den Wirkungsgrad der PV-Anlage und muss hier bedacht werden.


Aufbau einer PV-Anlage

Aufbau einer PV-Anlage

Die Basis jeder PV-Anlage bilden die einzelnen PV-Module, deren Montage­system, deren Wechsel­richter sowie das Ver­kabelungs­equipment.

Bei den verwendeten Kabeln, Leitungen und Isolierungen ist darauf zu achten, dass diese in hohem Maße resistent gegen UV-Strahlung sowie Kälte und Hitze gleichermaßen sind. Kabel, die diese Anforderungen nicht erfüllen können nach wenigen Jahren porös und brüchig werden. Weiters ist darauf zu achten, dass diese möglichst immer in entsprechenden Rohren oder Führungen verlegt werden um diese vor Einflüssen wie Wind, Witterung, scharfe Kanten und beispielsweise Marderbissen zu schützen.

Bei der Ausführung der PV-Anlagen wird grundsätzlich zwischen einem Aufdach- und einem Indach-System unterschieden. Bei der Ausführungsvariante mit Aufdach-System werden mit Hilfe eines Montagegestells die Module auf der Dachfläche befestigt. Demgegenüber wird bei Indach-Systemen die PV-Anlage in die Dachhaut integriert und übernimmt somit die Funktionen der Dachdichtigkeit und des Wetterschutzes. Dies zeigt oft den Vorteil der optischen Attraktivität und bringt eine Einsparung der Dachabdeckung für diesen Bereich. In der Regel ist jedoch die Montage des Aufdach-Systems im Vergleich zum Indach-System wesentlich einfacher und kostengünstiger. Aufdach-Systeme weisen aufgrund der Hinterlüftung eine bessere Kühlung der Module und in weiterer Folge einen besseren Ertrag pro Jahr auf.

Generell ist festzuhalten, dass eine Photovoltaikanlage grundsätzlich das Risiko eines Blitzschutzes nicht erhöht. Der Errichter einer Photovoltaikanlage ist jedoch verpflichtet, diese entsprechend den Blitzschutznormen auszuführen. Dies dient einerseits dem Schutz der Photovoltaikanlage selbst, sowie anderseits der Absicherung der restlichen Gebäudeinstallation vor Überspannungen die über die Photovoltaikanlag eingespeist werden könnten. Somit muss ein Überspannungsschutz und ein Potenzialausgleich vorgenommen werden.


Genehmigungen

Genehmigungen

Generell müssen nach­folgende Genehm­igungen bei der Errichtung einer PV-Anlage eingeholt werden.

  • Bauanzeige
  • Netzvertrag und Netzanschlusspunkt
  • Energieliefervertrag
  • Eventuell Antrag zur Anerkennung als Ökostromanlage

Seriöse PV-Anlagenerrichter stehen Ihnen bei den notwendigen Behördenschritten beratend und unterstützen zur Seite.


Für nähere Informationen zu diesem Thema steht Ihnen das „LichtundWärme“-Team jederzeit gerne beratend zur Verfügung. Nützen Sie Ihre Chance.